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XRP bricht aus: Short-Squeeze treibt Kurs auf 1,38 Dollar – Doch das dicke Brett kommt erst noch

Kryptomärkte unter Dampf

Aylin Yilmaz

Von Aylin Yilmaz

· 4 Min.

XRP bricht aus: Short-Squeeze treibt Kurs auf 1,38 Dollar – Doch das dicke Brett kommt erst noch
XRP bricht aus: Short-Squeeze treibt Kurs auf 1,38 Dollar – Doch das dicke Brett kommt erst noch

Der Kryptomarkt zeigt sich im Herbst von seiner volatilen Seite. Innerhalb von nur 24 Stunden hat sich das kurzfristige Bild für XRP fundamental gedreht. Mit einem dynamischen Kurssprung von rund 5,5 Prozent schoss der Token der Ripple-Plattform am Mittwoch auf 1,382 US-Dollar nach oben. Die Rallye war dabei kein rein organischer Kaufrausch, sondern das Resultat einer klassischen Bärenfalle, die spekulante Short-Seller kalt erwischte.

Der Hebel schlägt zurück: Millionenverluste für Leerverkäufer

Wer in den vergangenen Tagen auf weiter fallende Kurse bei XRP gewettet hatte, erlebte am Mittwoch ein Debakel. Daten der Analyseplattform Coinpaper verdeutlichen das Ausmaß des Squeezes: Am 21. Oktober wurden gehebelte Positionen im Gesamtwert von rund 4,4 Millionen US-Dollar zwangsweise glattgestellt. Ein Großteil dieser Positionen – rund 80 Prozent – entfiel auf Wetten gegen den XRP-Kurs.

Für die Leerverkäufer summierte sich der Verlust allein an diesem Tag auf rund 2,3 Millionen US-Dollar. Da Zwangsliquidierungen von Short-Positionen den automatischen Rückkauf der zugrunde liegenden Assets erfordern, wirkte dieser Prozess wie ein Brandbeschleuniger für den Kurs. Aktuellen Daten der Kryptobörse OKX zufolge stabilisierte sich XRP nach dem Sprung bei 1,382 US-Dollar, was der drittgrößten Kryptowährung eine massive Marktkapitalisierung von rund 87 Milliarden US-Dollar beschert.

Charttechnik im Fokus: Die nächsten Hürden für XRP

Trotz des jüngsten Befreiungsschlags bleibt das übergeordnete Chartbild für XRP ein hartes Stück Arbeit. Anfang Oktober notierte der Coin noch bei rund 1,49 US-Dollar, bevor eine Korrekturwelle den Kurs unter die psychologisch wichtige 1,43-Dollar-Marke und damit auch unter den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt (GD50) drückte.

Nun testen die Bullen erneut den hartnäckigen Widerstand bei 1,39 US-Dollar. Am Mittwoch schwankte der Kurs in einer Spanne zwischen 1,29 und 1,35 US-Dollar, wodurch sich die Marke von 1,29 US-Dollar als kurzfristige Unterstützung etabliert hat. Gelingt der nachhaltige Ausbruch über die Hürde von 1,39 US-Dollar, rückt laut Analysten im November das Kursziel von 1,55 US-Dollar wieder in greifbare Nähe. Nach unten hin sollte die Unterstützung bei 1,29 US-Dollar jedoch nicht mehr signifikant unterboten werden, um das bullische Momentum nicht zu gefährden.

Fundamentale Impulse und das mathematische Milliarden-Problem

Unterstützt wird die aktuelle Bewegung von einem anstehenden Netzwerk-Ereignis: Am 23. Oktober steht ein wichtiges Update für das XRP Ledger auf dem Programm. Dieses Upgrade dient primär der Fehlerbehebung im Code. Eine von vielen Marktteilnehmern erhoffte, native Kreditfunktion wird damit allerdings noch nicht freigeschaltet. Der fundamentale Hebel bleibt somit vorerst begrenzt.

Hinzukommt ein nüchterner Blick auf die Bewertung: Selbst wenn XRP das optimistische Szenario durchläuft und auf 1,55 US-Dollar steigt, entspräche dies vom aktuellen Niveau aus lediglich einem Zuwachs von etwa zwölf Prozent. Zudem notiert XRP damit immer noch rund 62 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Juli 2025.

Aufgrund der enormen Marktkapitalisierung von 87 Milliarden US-Dollar greift hier die mathematische Trägheit großer Assets: Um den Kurs um nur einen einzigen Prozentpunkt anzuheben, müssen rechnerisch fast 900 Millionen US-Dollar an frischem Kapital in den Markt fließen. Große prozentuale Sprünge werden bei dieser Größenordnung zunehmend schwerer.

Neuer Trend: Schnelles Wachstum sucht verbesserte Sicherheit

Während etablierte Large-Cap-Coins wie XRP immense Summen bewegen müssen, um nennenswerte Renditen zu erzielen, weichen spekulativere Anleger vermehrt auf neue Token-Projekte aus. Doch das Segment der Micro-Caps birgt immense Risiken – allen voran sogenannte „Honeypots“. Dabei handelt es sich um betrügerische Smart Contracts, die zwar den Kauf eines Tokens erlauben, den anschließenden Verkauf jedoch technisch blockieren.

Um diesem Systemrisiko zu begegnen, setzt das neue Presale-Projekt Pepeto auf einen technologischen Sicherheitsansatz. Auf der hauseigenen dezentralen Börse PepetoSwap integriert das Entwicklerteam einen automatisierten Code-Scanner. Vor jeder Transaktion simuliert das System einen Testkauf und einen anschließenden Testverkauf auf einer exakten Kopie der Blockchain.

Insgesamt werden 42 spezifische Parameter im Smart Contract überprüft – darunter versteckte Eigentümerstrukturen, Funktionen zur nachträglichen Erhöhung von Gebühren oder Auffälligkeiten bei der Tokenverteilung (Whales). Erst wenn ein Token diesen Test besteht, wird der Handel freigegeben. Das Projekt, das im aktuellen Presale bereits über 10 Millionen US-Dollar einsammeln konnte und ein Listing bei Binance anstrebt, zeigt, dass der Markt neben Renditepotenzialen zunehmend nach technischen Schutzmechanismen verlangt, während XRP-Anleger mühsam um die nächsten Cent-Schritte kämpfen.

Dieser Beitrag wurde auf Basis einer Nachrichtenlage von Wallstreet Online redaktionell erstellt.

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